Aktuelles Magazin

von Willi Brase

Was hinter der Engagementstrategie steckt

Bundesinitiative

Das Familienministerium sieht, das bürgerschaftliche Engagement als zentrales Politikfeld zu etablieren.

Durch die Versorgung und Integration vieler geflüchteter Menschen, die bei uns auf der Suche nach Schutz und einer Zukunft sind, hat die Debatte darüber, was gutes bürgerschaftliches Engagement ausmacht, neuen Schwung bekommen. Genau zum richtigen Zeitpunkt wurde jetzt die Engagementstrategie des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) gestartet. Dadurch sollen unter anderem notwendige Rahmenbedingungen gesetzt und die Infrastruktur so gestärkt werden, dass mehr Planungssicherheit entsteht.

Das ist hinsichtlich des hohen Bedarfs in der Flüchtlingsarbeit besonders wichtig. Insgesamt werden im Rahmen der Engagementstrategie wichtige aktuelle Fragen aufgegriffen: Wie lässt sich der gesellschaftliche Zusammenhalt stärken? Wie gehen wir mit dem demografischen Wandel um? Was bedeutet die Digitalisierung für das Engagement?

Ich verspreche mir durch die Engagementstrategie sehr viel. Dort lese ich, dass mit Hilfe der Unterabteilung Engagementpolitik die Politik für das Engagement als fünfte zentrale Säule des BMFSFJ ausgebaut werden soll - wohl gemerkt auf Bundesebene. Das hieße eine Etablierung des bürgerschaftlichen Engagements als ein wichtiges zentrales Politikfeld.

Ebenfalls positiv ist der Ansatz, dass der gesellschaftspolitische Ansatz von Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einem Dreiklang von Vereinbarkeit von Familie, Beruf - gemeint ist auch die Schul- und Ausbildungszeit - und Engagement erweitert wurde.

Engagementhürden beseitigen

Auch gilt es, das Engagement auf weitere, bisher unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen auszuweiten, indem man ihren Anforderungen und Bedürfnissen Rechnung trägt. Junge Menschen beispielsweise stehen während der Schulzeit aber auch in der Ausbildungs- und Studienzeit unter enormen Zeitdruck, der wenig Raum für längerfristiges Engagement gibt.

Das bekommen heute bereits Vereine und Jugendverbände zu spüren. Hier können neue Wege im Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung gedacht werden. Auf der anderen Seite soll außerdem das Engagement und die Partizipation Älterer gefördert werden. Ihr Wissen und ihre Lebenserfahrung sind wertvoll. Im Bereich der Infrastruktur müssen die Sicherstellung von Mobilität, Barrierefreiheit und generationsübergreifendes Engagement berücksichtigt werden.

Ich möchte, dass wir Parlamentarier die Umsetzung der Engagementstrategie im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement begleiten. Er bietet allen Beteiligten einen guten Raum zur Diskussion und ich freue mich auf die kommenden Debatten.

Alle Beiträge des Bundestagsabgeordneten Willi Brase lesen Sie hier.

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