Aktuelles Magazin

von Tom Waurig

Asylkonferenz mit Halt in Weinheim und Erfurt

WILLKOMMENSKLIMA

Die Organisatoren wollen Engagierte in der Flüchtlingsarbeit zusammenbringen. (Foto: Amadeu Antonio Stiftung)

526 Angriffe auf Asylunterkünfte gab es im vergangenen Jahr – so viel wie nie zuvor. Es sind vor allem Sozialarbeiter, Verwaltungsangestellte, ehrenamtliche Helfer, Politiker und Flüchtlinge selbst, die mit rechtsextremen Anfeindungen und körperlicher Gewalt konfrontiert werden. Ein Dreierbündnis will über derartige Erfahrungen diskutieren und Gegenstrategien entwickeln.

„Jetzt werden wichtige gesellschaftliche Fragen diskutiert, jetzt liegen viele Themen auf dem Tisch, über die lange geschwiegen wurde“, so Anetta Kahane. Die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung sieht Deutschland nach den Pegida-Protesten und der Flüchtlingsdebatte an einem Scheidepunkt. Die Organisatoren wollen möglichst viele Engagierte zusammenbringen.

„In Deutschland haben wir eine starke Zivilgesellschaft“, betonte Aydan Özoguz zum Auftakt einer deutschlandweiten Veranstaltungsreihe, die vom Familienministerium und der Amadeu Antonio Stiftung ausgerichtet wird. „Es kommt jetzt darauf an, gemeinsam gegen Rassismus einzutreten und auf Vorbehalte zu reagieren“, sagte die Integrationsbeauftragte in Hamburg.

Austauschen und zusammenschließen

Neben einer 70-minütigen Diskussionsrunde werden insgesamt acht Workshops angeboten, die sich mit ganz praktischen Fragestellungen befassen: Information der Anwohnerschaft, Umgang mit rassistischen Pöbeleien, Schulungsangebote für das Sicherheitspersonal, Organisation von Kennenlernrunden in der Nachbarschaft und Möglichkeiten der Integration.

„Um ein offenes Klima zu schaffen und rassistischen Ansichten keine Plattform zu bieten, muss man sich austauschen, zusammenschließen und Bildungsarbeit leisten“, so lautete das Fazit der ersten Veranstaltung. Die nächsten beiden Veranstaltungen finden im baden-württembergischen Weinheim (15.01.2016) und in Erfurt (18.01.2016) ‎‎statt.

Zurück

Das könnte Sie auch interessieren

Service-Tool

Mehr als Neuigkeiten verbreiten

Twitter dient nicht nur dem Ankündigen einer Veranstaltung, sondern auch zur Dokumentation währenddessen und danach. Viele Organisationen nutzen den Kurznachrichtendienst aber vor allem für den schnellen und unkomplizierten Service.

[...]
Online-Extremismus

Materialien gegen Hassrede im Netz

Das von Facebook initiierte Portal „Initiative für Zivilcourage Online“ hat erstmals verschiedene Materialien zum Umgang mit Hass im Internet veröffentlicht, von den Regierungen, private Nutzer und andere Onlinedienste profitieren sollen.

[...]
Twitter-Tipps

Sag es in 140 Zeichen

Obwohl es vielseitig und eigentlich leicht zu bedienen ist, wird Twitter in Deutschland lange nicht so aktiv genutzt wie andere Plattformen. Dabei ist der Kurznachrichtendienst vielseitig einsetzbar - gerade auch für Engagierte.

[...]
Zukunftsthesen

So verändert sich das Projektmanagement

Wenn man den Prognosen der Zukunftsforscher Glauben schenken darf, befinden wir uns mitten im Übergang in ein neues Zeitalter der menschlichen Evolutionsgeschichte. Das wirkt sich auch auf Gesellschaft, Politik und Wirtschaft aus.

[...]
Vernetzen

Instagram in der Gesamtkommunikation

Nachdem es in meiner vorigen Kolumne um die Grundlagen bei Instagram und die technische Vernetzung mit anderen Diensten ging, möchte ich hier darauf eingehen, wie Sie Ihren Instagram-Account inhaltlich und strategisch einbinden.

[...]
Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Piwik“. Mehr dazu ...