Aktuelles Magazin

von Annette Schwindt

Zuerst Zuhören

Monitoring

Monitoring: Was wird wo über uns gesagt? Wer erwähnt uns und in welchem Zusammenhang?

Noch bevor Sie darüber nachdenken, wie Sie eine Facebookseite für Ihren Verein oder Ihre Organisation erstellen und befüllen können, sollten Sie sich zunächst dem Zuhören widmen. Was wird wo über uns gesagt, wer erwähnt uns da und in welchem Zusammenhang? Sind das Empfehlungen oder hat da jemand Fragen zu den Themen, mit denen wir uns beschäftigen?

Um zuzuhören benötigen Sie noch keine eigene Social-Media-Präsenz. Das geht bereits von Ihren persönlichen Profilen aus oder sogar ganz ohne. Widmen wir uns dieser letzten Variante:

Zuerst Zuhören

Im Web gibt es zahlreiche Werkzeuge, mit denen Sie aus Gesprächen herausfiltern können, was für Sie relevant ist. Dieses Beobachten von Begriffen oder Namen nennt man Monitoring.

Das geht oft sogar kostenlos. Eines meiner bevorzugten Hilfsmittel dafür ist Talkwalker: Dort können Sie einstellen, wozu Sie wie oft per E-Mail benachrichtigt werden möchten. So können Sie auch ohne eigene Profile auf Facebook und Co. das Monitoring einrichten, für

  • Den Namen Ihres Vereins/Ihrer Organisation ("Die Tafel Hamburg")
  • Die Themen, um die Sie sich kümmern ("Tierschutz")
  • Wichtige Namen zu Ihrer Sache, die genannt werden könnten (die Namen der Vorsitzenden oder des Pressesprechers)
  • Lokalmeldungen (den Namen der Stadt/Gemeinde)
  • Sonstige wichtige Begriffe/Namen
Talkwalker-Alters lassen sich jederzeit anpassen, ergänzen oder wieder abbestellen. 

Auf diese Weise bekommen Sie mit, wenn etwas für Sie Relevantes im Web besprochen wird. Diese Alerts lassen sich jederzeit anpassen, ergänzen oder wieder abbestellen.

Erste Reaktionsmöglichkeiten

Was machen Sie jetzt mit dem, was Sie da gefunden haben? Zunächst einmal können Sie es zur Optimierung der eigenen Beiträge in Ihrer Kommunikationsbasis, der eigenen Website, benutzen. Verlinken Sie auf besonders wichtige Beiträge und nehmen Sie Bezug auf aktuelle Diskussionen. Sollte etwas, das Sie gefunden haben, in einem Blog stattfinden, können Sie dort kommentieren und dabei in der Absendermaske auf Ihre Website verlinken.

Wichtig ist, dass Sie dabei nicht werbend, sondern hilfreich und sachbezogen auftreten! Ist Ihr Beitrag gut, werden die Leute Ihren Namen anklicken und so zu Ihrer Website gelangen.

Dort sollte auf den ersten Blick auffindbar sein, wer Sie sind! Gegebenenfalls können Sie dazu nicht bloß auf die eigene Domain (http://www.meinewebsite.de) verlinken, sondern auf einen bestimmten Artikel oder die Über uns-Seite, wo Sie vorgestellt werden.

Der Gesprächsbeginn innerhalb der jeweiligen Plattform

Der nächste Schritt wäre dann, sich direkt da, wo die Gespräche stattfinden, einzubringen, und innerhalb der jeweiligen Plattform nochmal detaillierteres Monitoring zu betreiben. Das geht auch mit rein persönlichen Profilen, wenn diese so aufgestellt sind, dass für jeden Besucher erkennbar ist, zu welchem Verein/welcher Organisation derjenige, der da antwortet, gehört.

Auch hier wieder wichtig, dass Sie nicht werbend auftreten. Beantworten Sie Fragen, helfen Sie mit Links (nicht bloß zu Ihnen selbst) weiter oder diskutieren Sie sachlich mit den anderen am Gespräch Beteiligten.

Dialog auf den eigenen Präsenzen

Um den Menschen, die sich für Ihre Sache interessieren, die Gelegenheit zu geben, mit Ihnen direkt ins Gespräch zu treten, können Sie als Kür verschiedene eigene Dialogmöglichkeiten im Web anbieten:

  • Kommentarfunktion im eigenen Newsbereich (Website): Ermöglichen Sie unbedingt das Kommentieren in Ihrem Blog, damit die Leser Fragen stellen und Feedback geben können! Haben Sie keine Angst! Ihre Website/Ihr Blog bestimmen Sie! Kommentare müssen nicht automatisch veröffentlicht werden, sondern können auch so eingestellt werden, dass Sie zuerst lesen und dann freischalten.
  • Facebookseite
  • Twitteraccount
  • Google+ Seite
  • Instagram-Account
  • YouTube-/Vimeo-Kanal
  • u.v.m.

Wie die einzelnen Präsenzen pro Plattform funktionieren, wie man sie richtig erstellt, pflegt und vernetzt, werden wir in den kommenden Folgen meiner Kolumne betrachten.

Wichtig ist, dass Sie dabei immer berücksichtigen, dass Social-Media-Präsenzen keine statischen Websites sind, sondern dass es hier um Ansprechbarkeit und das Starten von Gesprächen geht! Und wie wir zu Anfang des Artikels gesehen haben, finden diese Gespräche bereits statt. Die Frage ist also nicht, OB Sie sich einbringen, sondern WIE.

Alle Beiträge von Bloggerin Annette Schwindt lesen Sie hier.

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